Modular und innovativ.
Energie für Krampnitz
Krampnitz erhält eine zukunftsfähige Wärmeversorgung, die schrittweise
mit dem neuen Stadtquartier wächst.
In Kürze
Das Energiekonzept der Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) setzt auf erneuerbare Energien, die zu großen Teilen aus der Luft und dem Erdreich der unmittelbaren Umgebung gewonnen und über kurze Wege verteilt werden. Dank des modular gestalteten Energiekonzeptes wachsen neue Anlagen und technische Lösungen bedarfsgerecht und passgenau.
Zunächst übernimmt eine temporär auf dem. Jyväskyläplatz errichtete Energieerzeugungsanlage mit zwei Blockheizkraftwerken und zwei Gaskesseln – jeweils Wasserstoff-ready – sowie zwei Großluftwärmepumpen und zwei Wärmespeichern die Wärmeversorgung in Krampnitz. In wenigen Jahren sollen die Komponenten vom temporären Standort in eine neue Energiezentrale umziehen, die mit der Sanierung des ehemaligen Heizhauses in Krampnitz entsteht. Nach aktuellem Planungsstand sollen dort unter anderem Anlagen zur Nutzung von Grundwasserwärme und Umgebungsluft sowie Wärmespeicher gebündelt werden.
Erzeugung und Versorgung .
Energiegewinnung für Krampnitz
Die EWP ist mit ihrer Tochtergesellschaft Krampnitz Energie GmbH der Partner in Sachen Wärmeenergie für Krampnitz. Das Konzept setzt auf ein modernes Niedrigtemperatur-Nahwärmenetz, das zu jeder Jahreszeit zuverlässig Wärme liefert. Dafür nutzen die modernen Anlagen einen Mix aus erneuerbaren Quellen vor Ort: Geothermie, Umgebungswärme aus der Luft und Wärmepumpen produzieren die benötigte Wärme direkt im Quartier.
Ein wichtiger Baustein ist hierbei eine geplante Grundwasser-Geothermieanlage, die Wärme aus dem Grundwasser in ca. 100 m Tiefe gewinnt und sie für die Wärmeversorgung im Quartier nutzbar macht. An der Energiezentrale ist zudem ein großer Wärmespeicher mit rund 750.000 Litern Volumen vorgesehen. Er kann Wärme zwischenspeichern und hilft dabei, Angebot und Bedarf besser auszugleichen. Je nach Entwicklung des Wärmebedarfes, können am Standort weitere Luftwärmepumpen ergänzt werden. Unterstützt wird die Versorgung von einer weiteren Großluftwärmepumpe, die voraussichtlich 2029 auf einem Technikgrundstück im Krampnitzer Süden installiert wird.
Die Wärmeverteilung erfolgt über ein mehrere Kilometer langes Niedertemperatur-Nahwärmenetz mit etwa 50 Grad Celsius Vorlauftemperatur und 30 Grad Celsius Rücklauftemperatur. Diese niedrigen Systemtemperaturen ermöglichen eine effiziente Einbindung erneuerbarer Erzeugungstechnologien und verbessern die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Betrieb. In Abhängigkeit vom zukünftigen energetischen Standard der Gebäude und deren Nutzung wird für das vollständig entwickelte. Stadtquartier ab 2040 mit einem jährlichen Wärmebedarf von rund 35 bis 50 Gigawattstunden gerechnet.